Säure-Basen-Balance
Gesund sind wir, wenn wir körperlich und seelisch im Gleichge- wicht sind. Unser Körper ist permanent bemüht, diese Balance zwischen Yin und Yang auf vielen Ebenen herzustellen, z. B. zwischen Aktivität und Ruhe, Nahrungsmenge und tatsächlichem Bedarf, Aufnahme und Ausscheiden und auch zwischen Säuren und Basen. Bei unserer heutigen Lebensweise mit zu viel Stress, zu wenig Bewegung an frischer Luft und vor allem zu vielen Nahrungs- mitteln, die Säuren bilden oder binden (z. B. Fleisch, Wurst, Käse und andere Milchprodukte, Zucker, unreifes Obst, Weißmehle, Kaffee, Alkohol), verlangen wir Schwerstarbeit von unserem Organismus. Übersteigt die Säuremenge die Pufferkapazität, werden die Säuren im Gewebe abgelagert, eine so genannte Acidose (= Übersäuerung) ist die Folge. Eine wesentliche, oft unterschätzte Bedeutung kommt dabei unserem Lymphsystem zu: Nur wenn die Lymphflüssigkeit, die alle Zellen unseres Organismus umgibt, wirklich flüssig ist, können Nährstoffe zu den Zellen und Ausscheidungsprodukte von dort abtransportiert werden.Müdigkeit, Infektanfälligkeit, Durchblutungsstörungen, Über- oder Untergewicht, Migräne, Ekzeme, Verdauungsstörungen sind nur einige Anzeichen für verfestigte Lymphe aufgrund eines Über- schusses an Säuren und vor allem Milcheiweiß.
Einem Infekt wie Grippe oder Angina liegt eine akute Übersäue- rung zu Grunde, bei chronischen Krankheiten wie Rheuma oder Osteoporose besteht die Übersäuerung oft schon Jahre lang. Wir können also viel für unsere - seelische und körperliche - Ge- sundheit tun, wenn wir auf eine Balance von Säuren und Basen in unserem Körper achten.